Roma in Rumaenien sind historisch in besonderer Weise mit Sklaverei, Deportation, Entrechtung und Nachkriegs-Ausgrenzung konfrontiert worden. Diese Seite ordnet den alten Bestand neu, damit die historische Tiefe des Themas lesbarer wird und nicht in einem einzigen langen Block verschwindet.
Von Leibeigenschaft und Sklaverei zur formalen Befreiung
Ueber Jahrhunderte lebten Roma in Walachei und Moldawien als Leibeigene und Sklaven. Mit der Abschaffung der Sklaverei im 19. Jahrhundert verschwand die rechtliche Bindung, nicht aber die wirtschaftliche Abhaengigkeit und gesellschaftliche Ausgrenzung.
Deportationen nach Transnistrien
Ab 1940 radikalisierten sich in Rumaenien rassenideologische Massnahmen. Tausende Roma wurden nach Transnistrien deportiert, viele starben dort an Hunger, Kaelte, Zwangsarbeit und Krankheiten.
Marginalisierung ohne Wiedergutmachung
Nach 1945 blieb die gesellschaftliche Stellung von Roma in Rumaenien von Ausgrenzung, Armut und fehlender politischer Aufarbeitung gepraegt. Die Verbrechen an Roma spielten in der Nachkriegsjustiz nur eine untergeordnete Rolle.